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Umrechnungsfaktoren Erdgas

Warum gibt es einen Umrechnungsfaktor für Erdgas?

Die Zusammensetzung von Erdgas ist nicht immer gleich. Daher kann auch sein Brennwert (Wärmeinhalt) unterschiedlich sein. Ausgehend vom Normzustand unterscheidet man je nach Brennwert zwischen „Erdgas L“ und „Erdgas H“. Außerdem ist der Unterschied:

1. Die Temperatur
Je wärmer ein Gas ist, desto mehr Raum beansprucht es. Beim Erdgas verringert sich dabei der in einem Kubikmeter enthaltene Wärmeinhalt.

2. Der Luftdruck
Je höher der barometrische Luftdruck der Umgebung ist, desto weniger Raum wird von einem Gas beansprucht. Beim Erdgas erhöht sich dabei der in einem Kubikmeter enthaltene Wärmeinhalt. Mit dem Gaszähler werden die Kubikmeter des gelieferten Gases gezählt. Der Wärmeinhalt des gemessenen Gases kann dabei unterschiedlich sein. Damit es trotzdem fair zugeht und alle Kunden gleiche Leistung für gleiches Geld bekommen, gibt es den Umrechnungsfaktor Gas.

Welche Vorteile hat der Umrechnungsfaktor?

Mit diesem Umrechnunsfaktor wird der vom Gaszähler festgestellte Kubikmeterverbrauch in die Wärmeeinheit Kilowattstunde umgerechnet (Ermittlung kWh-Verbrauch: Zählerdifferenz (m³) x z-Zahl x Brennwert = Verbrauch (kWh)). Für jeden mit Erdgas versorgten Ort wird ein eigener Faktor festgelegt. Er wird nach den Regeln der sogenannten „Gasabrechnung“ berechnet.
Zu berücksichtigen sind dabei:

  • der Brennwert des in dem Ort gelieferten Erdgases,
  • die Höhenlage des Ortes,
  • der Überdruck des Gases am Gaszähler und
  • eine mittlere Gastemperatur von 15° C.

Bleibt mein Umrechnungsfaktor von Kubikmeter Gas immer gleich?

Die Zusammensetzung und damit der Brennwert von Erdgas kann sich ändern. Dann passen wir den Umrechnungsfaktor an, damit es auch in Zukunft fair zugeht. Auf die Höhe Ihrer Gasrechnung wirkt sich das nicht aus, wenn der Wärmeinhalt Ihres Gases steigt. Und damit brauchen Sie einfach weniger Kubikmeter. Das heißt: Sie bezahlen weder mehr noch weniger.

Wie wird der kWh-Verbrauch aus Kubikmeter Gas ermittelt?

Ermittlung kWh-Verbrauch:

Zählerdifferenz (m³) x z-Zahl x Brennwert = Verbrauch (kWh)

Begriffserläuterungen zu Erdgas-Werten:

Zustandszahl (Z-Zahl) und Brennwert: Bei Erdgas handelt es sich um ein Naturprodukt, daher schwankt sein Energiegehalt. Auch die Gastemperatur und der Gasdruck variieren. Alle diese Einflüsse sind bei der Gasabrechnung zu berücksichtigen. Hierzu werden vom Netzbetreiber die Zustandszahl und der Brennwert ermittelt und bereitgestellt:

Zustandszahl: Beim Gas wird zwischen dem Normzustand und dem Betriebszustand unterschieden. Als Normzustand bezeichnet man das Gasvolumen bei der Temperatur von Null Grad Celsius und einem Druck von 1.013,25 mbar. Der Betriebszustand ist der Zustand des Gases im Zähler, der je nach Druck und Temperatur variiert. Die Abrechnung erfolgt jedoch auf der Grundlage des Normzustands. Daher muss der Betriebszustand auf den Normzustand umgerechnet werden. Dieses erfolgt über die Zustandszahl, die für jeden Kunden ermittelt wird. Der Brennwert gibt an, wie viel Energie in einem Kubikmeter Gas enthalten ist. Er wird regelmäßig mit geeichten Messgeräten an repräsentativen Stellen ermittelt. Somit erfolgt Ihre Abrechnung nach den Grundlagen der eichrechtlichen Vorschriften und nach den Vorgaben der DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V.).